Lebenssituation des Schülers

IMAG0879 frei 400Laut dem UNHCR waren im August 2015 mehr als 60 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht. Oft sind die Schüler in Begleitung ihrer Familie, einer Einzelperson oder auch allein monate- bzw. jahrelang unterwegs, bevor sie in eine Erstaufnahmestelle gelangen. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) weist nach einigen Wochen dann ein Zimmer in einem Wohnheim dezentral zu. Sind Kinder und Jugendliche noch minderjährig, werden sie in die Grund- oder Mittelschule des jeweiligen Ortes zur Beschulung aufgenommen – ihrem Alter entsprechend sollen sie mit Altersgenossen unterrichtet werden. Jugendliche ab 16 Jahren werden – so lange die Plätze reichen – an Berufsschulen unterrichtet.

Aufenthaltsstatus

Für die Kinder und Jugendlichen beginnt eine Zeit des Wartens und Bangens, da es ein bis zwei Jahre dauert, bis das BAMF über den Aufenthaltsstatus entschieden hat. Für die Lehrkräfte in den Schulen bedeutet dieser Umstand, dass die Kinder und Jugendlichen psychisch enorm labil sind, sich oft auffällig benehmen oder des Zuspruchs bedürfen. Fehlt ihnen eine Begleitung, zählen sie also zu den unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen (UMF), so werden sie in spezielle Wohnheime mit sozialpädagogischer Betreuung oder auch in eine Pflegefamilie aufgenommen.

Sprechen sie noch kein oder wenig Deutsch, so gilt es, Geduld zu zeigen und mit einfachen Worten, Gesten, Piktogrammen oder Bildern Erklärungen abzugeben.

Sie sind auf das Wohlwollen und die Nachsicht der Lehrpersonen und der sie umgebenden Schüler- und Nachbarschaft dringend angewiesen, da sie ja die genauen Sitten und Bräuche, das passende Benehmen und unseren Wortschatz noch nicht kennen.

Einige wichtige Begriffe zum Aufenthaltsrecht: [Link

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