12 goldene Regeln

1) Machen Sie Fehler und lernen Sie daraus – Ihre Schülerinnen und Schüler profitieren auch davon.

2) Nehmen Sie sich Zeit Ihre Schülerinnen und Schüler kennenzulernen. Finden Sie heraus, wo sie stehen und holen Sie sie dort ab.

3) Gehen Sie flexibel mit bestehenden Lehrmaterialien um und passen Sie sie an Ihre Klasse an. Jede Klasse wird anders sein!

4) Klare Regeln führen zu einer offenen und vertrauensvollen Lernatmosphäre. Lernen beruht auf der guten Beziehung zueinander.

5) Vermeiden Sie aus Rücksicht auf Ihre Schülerinnen und Schüler in der ersten Kennenlernphase Standardabfragen wie: Wie heißt du? Woher kommst du? Wie lange bist du schon in Deutschland und warum?

6) Zeigen Sie Ihren Schülerinnen und Schülern stets, dass Sie sie respektieren und ihre Lebenssituationen und Probleme ernst nehmen.

7) Berücksichtigen Sie, dass Ihre Schülerinnen und Schüler in anderen Lernkulturen groß geworden sind.

8) Motivationstiefs beruhen oft auf psychischen Belastungssituationen – versuchen Sie dennoch Ihre Schülerinnen und Schüler immer wieder aufs Neue für den Unterricht zu begeistern.

9) Gehen Sie im Unterricht Schritt für Schritt vor – und manchmal auch wieder einen zurück. Versuchen Sie den Zeitdruck auszublenden und seien Sie offen für spontane Themenwechsel.

10) Stimmen Sie die Unterrichtsinhalte auf die Interessen und Lebenssituationen Ihrer Schülerinnen und Schüler ab – gehen Sie behutsam mit Themen wie Heimat, Familie oder Krieg um, achten Sie dabei auf die Reaktionen der Schülerinnen und Schüler.

11) Bleiben Sie Ihren Schülerinnen und Schülern zugewandt. Achten Sie dabei auf die Balance zwischen Nähe und Abstand gegenüber Ihren Schülerinnen und Schülern und deren Schicksalen. Nehmen Sie kollegiale Unterstützungsangebote in Anspruch – arbeiten Sie im Team.

12) Behalten Sie im Hinterkopf, dass Sie Ihre Schülerinnen und Schüler nicht nur auf einen Schulabschluss vorbereiten, sondern auf ihre Zukunft.

Trägerkreis Junge Flüchtlinge e.V. 2013

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