Willkommenskultur

IMAG0894 frei 400Diese beginnt mit dem ersten Eindruck beim Betreten des Schulhauses: Ist eine interkulturelle Gestaltung der Eingangshalle, der Hinweistafeln, des Schmuckes des Schulhauses erkennbar? Gibt es evtl. Wörter in verschiedenen Sprachen?

Wie sieht das Klassenzimmer aus, in dem mehrsprachige Schüler unterrichtet werden? Ist das Kollegium bereit, Texte, Lieder, Bilder und Gegenstände anderer Länder/ Kulturen zu zeigen oder in den Unterricht miteinzubeziehen? Eine andere Sprache bietet die Gelegenheit, die eigene Weltsicht zu weiten und eigene Werthaltungen zu überprüfen. Sind die Kollegen durch eine schulhausinterne, regionale oder überregionale Fortbildung angeregt worden, sich mit der eigenen Kultur und der Kultur anderer Menschen zu beschäftigen?

Gibt es auf der Homepage oder schriftlichen Verlautbarungen der Schule Hinweise auf Elternabende, Feste und Versammlungen im interkulturellen Kontext (z. B. ein Elterncafe)?

Das Sekretariat der Schule erfüllt beim ersten Kontakt mit Menschen anderer Kulturen eine wichtige Aufgabe: Hat die Sekretärin Zeit für eine höfliche Begrüßung? Gibt es ein Sprechzimmer, in dem sich Eltern und Kinder/ Jugendliche hinsetzen und vielleicht auch etwas trinken können? Nimmt sich die Schulleitung Zeit, Neuankömmlinge evtl. am nächsten Tag oder in der nächsten Schulversammlung zu begrüßen? In den Grund- und Mittelschulen sowie im Förderzentrum wäre es eine Möglichkeit, miteinander ein gesundes Frühstück, einen netten Morgenkreis oder eine willkommen heißende Klassenversammlung durchzuführen.

Gibt es ein Schulklima, eine Schulkultur, die zulässt, dass dem Schwächeren durch einen Stärkeren geholfen wird? Gibt es die Möglichkeit, den Sozialpädagogen, die Förderlehrkraft oder einen Vertrauenslehrer zu bitten, sich des Neuankömmlings besonders anzunehmen, falls der Regelklassenlehrer schon sehr beschäftigt ist durch eine höhere Schülerzahl im Klassenzimmer?

Ist jedem im Schulhaus klar, dass bedingt durch die Wanderungsbewegungen der modernen Zeit, das bisher Ungewohnte und Andere der Normalfall der Zukunft sein wird?

Die im Klassenzimmer, in dem Schulhaus vorhandenen Schüler, die sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht haben, verdienen den pädagogischen Ethos einer jeden Lehrperson und des Schutzes vor Unsicherheit soweit als möglich. 

Beachten Sie auch die Handreichung des ISB zum Thema Willkommenskultur.

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