Differenzierung: individuell - gemeinsam Lernen

Der Unterricht in Deutsch als Zweitsprache fördert unterschiedliche Zielgruppen: Anfänger und fortgeschrittenere Lerner, Kinder und Jugendliche mit ihren je eigenen sozialen Voraussetzungen und ihren individuellen Lernbiographien. Aufgrund dieser Heterogenität braucht jeder Lernende eine ihm angepasste Förderung und Anleitung zum Lernen.

Hierfür ist eine Binnendifferenzierung im Unterricht notwendig, in der kleinere Gruppen von Lernenden gemeinsam oder individuell Aufgaben besprechen und lösen. Die pädagogische Erfahrung lehrt, dass drei unterschiedliche Niveaus im Regelfall ausreichend sind. Hilfreich für die Lehrkraft sind Aufgabenstellungen, die der Lernende zuerst selbst korrigieren oder mit einem Partner /Mentor/ Tutor besprechen kann, bevor er die Hilfe der Lehrkraft in Anspruch nimmt. Hiermit leitet die Lehrkraft zum eigenverantwortlichen Lernen und zur selbstständigen Nutzung von Medien an.

Um die Mündigkeit der Lernenden zu fördern, schränken die Lehrkräfte im Zweitsprachenunterricht frontales Unterrichten ein und vermeiden die Vorgabe zu vieler grammatischer Strukturen. Die prozessgeleitete Wortschatz- und Strukturerweiterung steht im Mittelpunkt. Dadurch entwickeln die Lernenden Schlüsselqualifikationen zur Steigerung ihrer individuellen Sprachkompetenz.

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