Deutschförderkurs

Deutschförderkurse verstehen sich in erster Linie als begleitende Fördermaßnahme für Schülerinnen und Schüler mit nichtdeutscher Muttersprache in Regelklassen der Grund- oder Mittelschule. Das Staatliche Schulamt entscheidet auf Grundlage eines Förderkonzeptes über die Stundenzuteilung für die einzelnen Schulen.

Grundsätzlich erhält jede Schülerin und jeder Schüler, der an einem Deutschförderkurs teilnimmt, im Zeugnis eine Bewertung im Fach Deutsch als Zweitsprache. Ebenso erfolgt eine solche Bewertung, wenn eine Schülerin oder ein Schüler zwar keinen Deutschförderkurs besucht, aber nach den Grundsätzen des Lehrplans für Deutsch als Zweitsprache unterrichtet wird. Umfasst der Deutschförderkurs mindestens fünf Wochenstunden, so erfolgt die Zeugnisbewertung ausschließlich auf der Basis der Leistungserhebungen, die in diesem Kurs absolviert werden. Bei Deutschförderkursen im Umfang von einer bis vier Wochenstunden werden die hier erbrachten Leistungen in angemessener Weise berücksichtigt.

Deutschförderkurse an der Grundschule im Umfang von einer bis vier Wochenstunden finden zusätzlich zum regulären Deutschunterricht statt. An der Mittelschule kann dafür ganz oder teilweise eine Befreiung vom übrigen Unterricht (nicht nur Deutschunterricht) ausgesprochen werden. Für Deutschförderkurse im Umfang von fünf oder mehr Stunden ist eine Befreiung vom Unterricht in der entsprechenden Stundenzahl notwendig.

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