Deutschförderklasse

Mit Beginn des Schuljahres 2002/2003 wurden als Förderangebot für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund so genannte Sprachlernklassen eingerichtet. Seit dem Schuljahr 2007/2008 wird diese Fördermaßnahme als Deutschförderklasse bezeichnet. Diese Bezeichnung wird dem Anliegen einer intensiven Form der inneren Differenzierung besser gerecht.

Deutschförderklassen sollen gezielt dem intensiven Spracherwerb und der Integration der nichtdeutschen Mitschülerinnen und Mitschüler dienen. Die Deutschförderklassen sind das geeignete Förderangebot, wenn der Unterricht regulär planbar sowie ganzjährig angelegt ist und werden überall dort, wo es organisatorisch möglich und fachlich sinnvoll ist, durch die Staatlichen Schulämter eingerichtet.

Merkmale der Deutschförderklasse

In einer Deutschförderklasse werden Schülerinnen und Schüler aus der Regelklasse (Stammklasse) zusammengefasst, die keine oder sehr geringe Deutschkenntnisse haben. Deutschförderklassen können in allen Jahrgangsstufen der Grund- und Haupt-/ Mittelschulen eingerichtet werden. Sie umfassen ca. 12 Schülerinnen und Schüler, die in ausgewählten Fächern den Unterricht getrennt von ihrer Stammklasse erhalten, in den übrigen Fächern nehmen sie am Unterricht ihrer Stammklasse teil. Der gemeinsame Unterricht dient insbesondere der Integration.

Insgesamt gilt für die Deutschförderklasse die in der Stundentafel für die jeweilige Jahrgangsstufe ausgewiesene Pflichtstundenzahl. Die Deutschförderklasse kann bis zu zwei Schuljahre bestehen, die Dauer hängt vom Fortschritt im Erlernen der deutschen Sprache ab. Auch während des Schuljahres können Schülerinnen und Schüler – gegebenenfalls auch sukzessive - in die Stammklasse zurückgeführt werden, d.h. sie nehmen dann komplett am Unterricht in deutscher Sprache teil.

In den Jahrgangsstufen 1 bis 7, erhalten die Kinder bis zu zwei Jahre lang eine auf das Erlernen der deutschen Sprache und auf ihre Grundkenntnisse und Grundfertigkeiten bezogene Förderung mit dem Ziel, in ihre Stammklasse zu wechseln und dort – falls erforderlich mit begleitenden Hilfen – ihre Schullaufbahn erfolgreich fortzusetzen. Jugendliche Späteinsteiger, die in eine Deutschförderklasse der Jahrgangsstufe 8 aufgenommen werden, sollen in den verbleibenden zwei Jahren zum erfolgreichen Mittelschulabschluss und ggfs. zum Erwerb des qualifizierenden Mittelschulabschlusses geführt werden.

Dieses Modell stellt sicher, dass

Ziel ist es, die Kinder soweit zu fördern, dass sie je nach ihrer Leistungsentwicklung nach einem oder nach zwei Jahren ohne Zeitverlust voll in ihre Regelklasse eingegliedert werden können und dort ihre Schullaufbahn erfolgreich fortsetzen.

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