Grundlagen

Boat People at Sicily in the Mediterranean Sea.jpg
„Boat People at Sicily in the Mediterranean Sea“ von Vito Manzari from Martina Franca (TA), Italy - Immigrati Lampedusa. Lizenziert unter CC BY 2.0 über Wikimedia Commons.

Die Zahl der Kinder und Jugendlichen mit Fluchthintergrund in Bayern ist in den letzten Jahren rasant gestiegen. Angesichts der vielen Krisengebiete der Welt ist mit einer weiteren Zunahme zu rechnen. Das bayerische Erziehungs- und Unterrichtsgesetz eröffnet allen in Bayern lebenden Kindern und Jugendlichen im schulpflichtigen Alter den Zugang zu Bildung. Hiervon sind Kinder von Asylbewerbern mit einer Aufenthaltsgestattung genauso umfasst wie anerkannte oder abgelehnte Asylbewerber oder z.B. Jugendliche, die vollziehbar ausreisepflichtig sind.

Bayern ist auf diese Herausforderungen vorbereitet. So gibt es im Bereich der Grund- und Mittelschulen seit vielen Jahren gute Erfahrungen mit Sprachförderung, sei es in Deutschförderkursen und Deutschförderklassen oder in den Übergangsklassen. Vor allem die Zahl der Übergangklassen hat sich in den letzten beiden Schuljahren kontinuierlich erhöht.

Im Bereich der Berufsschulen wurde im Schuljahr 2010/2011 begonnen, eigene Klassen für Seiteneinsteiger einzurichten, die ohne oder mit sehr geringen Deutschkenntnissen nach Bayern kommen. Bayern hat für diese Jugendlichen im berufsschulpflichtigen Alter bewusst ein Unterrichtsangebot entwickelt, das über eine Beschulungsoption zur bloßen Erfüllung der Berufsschulpflicht hinausgeht. Oberstes Ziel des zweijährigen bayerischen Modells der Berufsvorbereitung in Berufsintegrationsklassen war und ist dabei, die jungen Menschen bestmöglich auf eine anschließende Ausbildung vorzubereiten.

Seit dem Jahr 2014 werden Asylbewerber und Flüchtlinge auf nahezu alle Landkreise und Kommunen Bayerns verteilt. Damit werden zukünftig weitaus mehr Lehrkräfte als bisher in Klassen mit Kindern und Jugendlichen unterrichten, die neu in Bayern angekommen sind.

Die Informationen in diesem Portal sollen einen Baustein dazu beitragen, dass die beteiligten Lehrkräfte sich gut auf die neuen Herausforderungen vorbereiten können. Vier Fragen sind dabei grundlegend:

  1. Wie kommen die Schüler an?
  2. Wie begegnen wir ihnen?
  3. Wie lernen sie Deutsch?

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